10 Vegetarisch-freundliche koreanische Gerichte – und was man fragen sollte

vegetariandietary-needskorean-foodAugust 2026

10 Vegetarisch-freundliche koreanische Gerichte – und was man fragen sollte

Vegetarisch-freundliche koreanische Küche entdecken: Was Sie vor der Bestellung wissen sollten

Die koreanische Küche ist bunt und vielfältig, doch für Erst- oder Zweitbesucher kann die Suche nach vegetarischen Optionen eine Herausforderung sein. Viele Gerichte, die auf den ersten Blick gemüsereich wirken, enthalten oft versteckte tierische Zutaten wie Fischsauce, Anchovis, Fleischbrühe oder Ei. Dieser Leitfaden stellt zehn koreanische Gerichte vor, die für Vegetarier geeignet sein können, und gibt wichtige Fragen und Tipps zum Bestellen an die Hand. Egal, ob Sie Fleisch, Milchprodukte meiden oder einfach pflanzenbasierte Mahlzeiten bevorzugen – mit dem nötigen Hintergrundwissen genießen Sie Ihre Reise ohne unangenehme Überraschungen.

Tipp: Fragen Sie immer nach der Brühe und den Gewürzen. Sätze wie „Fleischbrühe?“ (육수 있어요?) oder „Fischsauce?“ (액젓 들어가요?) helfen, versteckte tierische Zutaten zu erkennen.

Tipp: Kimchi wird oft mit Fischsauce oder gesalzenem Meeresgetier fermentiert und ist daher nicht automatisch vegetarisch. Immer vorher nachfragen.

Tipp: „Nicht rot“ heißt nicht automatisch „nicht scharf“. Senf, Kimchi und Saucen können trotzdem Schärfe bringen.

1. Bibimbap (비빔밥)

Eine Schüssel Bibimbap mit Gemüse, Rindfleisch und Ei

Foto: Shene81, Wikimedia Commons, CC BY 3.0; Größe angepasst und in WebP konvertiert.

Bibimbap ist eine bunte Reisschüssel, belegt mit verschiedenen gewürzten Gemüsesorten, manchmal Ei und oft Fleisch. Der Name bedeutet „gemischter Reis“ und traditionell wird alles mit einer scharfen roten Chilipaste namens Gochujang vermengt. Für Vegetarier ist Bibimbap eine gute Wahl, wenn man ausdrücklich kein Fleisch und kein Ei möchte. Allerdings können einige Gemüsetoppings in Fleischbrühe gekocht oder mit Fischsauce gewürzt sein. Auch die Gochujang-Paste enthält manchmal Anchovisextrakt, daher unbedingt nach einer vegetarischen Variante fragen. Die Variante im Steintopf (Dolsot Bibimbap) sorgt für eine knusprige Reiskruste – ein leckerer Bonus, der aber sehr heiß sein kann. Bibimbap eignet sich für Reisende, die eine ausgewogene Mahlzeit mit Reis und Gemüse suchen und gerne verschiedene Aromen und Texturen mischen.


2. Gimbap (김밥)

Aufgeschnittener Gimbap mit Reis, Gemüse und Füllungen in Algen gewickelt

Foto: Jens Ohlig, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0; Größe angepasst und in WebP konvertiert.

Gimbap ähnelt Sushi-Rollen, wird aber anders gewürzt und enthält selten rohen Fisch. Es besteht aus Reis und verschiedenen Füllungen, die in Algen gerollt und in mundgerechte Stücke geschnitten werden. Vegetarischer Gimbap, oft Yachae Gimbap genannt, enthält typischerweise eingelegten Rettich, Spinat, Karotten und Ei. Viele Varianten enthalten jedoch Schinken, Fischkuchen oder Krabbenstäbchen, daher unbedingt vegetarisch bestellen und Zutaten bestätigen. Der Reis wird meist mit Sesamöl und Salz gewürzt, was Geschmack ohne tierische Produkte bringt. Gimbap ist ideal als schneller Snack, Picknick oder leichte Mahlzeit. Beim Essen empfiehlt es sich, die Stücke ganz zu essen, damit die Füllung nicht herausfällt. Dieses Gericht passt zu Reisenden, die portable, milde und vertraute Aromen bevorzugen.


3. Japchae (잡채)

Japchae Glasnudeln mit Gemüse und Pilzen gebraten

Foto: Alan Chan, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0; Größe angepasst und in WebP konvertiert.

Japchae besteht aus durchsichtigen Glasnudeln aus Süßkartoffelstärke, die mit Spinat, Karotten, Zwiebeln und Pilzen gebraten werden. Oft wird Rindfleisch hinzugefügt, aber vegetarische Varianten sind auf Anfrage erhältlich. Das Gericht wird mit Sojasauce und Sesamöl gewürzt, was ihm eine leicht süße und nussige Note verleiht. Die Nudeln haben eine angenehme, federnde Konsistenz und machen Japchae zu einer milden, wohltuenden Wahl – besonders für Menschen, die empfindlich auf Schärfe reagieren. Die Sauce kann jedoch manchmal mit Fleischbrühe oder Fischsauce zubereitet sein, daher besser nachfragen. Japchae wird oft als Beilage oder zum Teilen serviert und eignet sich für Reisende, die mehrere Gerichte probieren oder eine leichtere Mahlzeit mit vertrauten Texturen genießen möchten.


4. Naengmyeon (냉면)

Mul Naengmyeon mit Buchweizennudeln in kalter Brühe

Foto: chomjong, Wikimedia Commons, CC BY 2.0; Größe angepasst und in WebP konvertiert.

Naengmyeon ist ein erfrischendes kaltes Nudelgericht aus zähen Buchweizen- oder Süßkartoffelstärke-Nudeln. Es gibt zwei Hauptvarianten: Mul Naengmyeon, serviert in einer säuerlichen, eiskalten Brühe, und Bibim Naengmyeon, vermischt mit einer scharfen roten Sauce. Die Brühe basiert oft auf Rindfleisch, aber manche Lokale bieten vegetarische Alternativen an. Senf und Essig werden separat gereicht, um Geschmack und Schärfe anzupassen. Die langen, elastischen Nudeln werden häufig mit einer Schere zum leichteren Essen zerschnitten. Naengmyeon ist ideal bei heißem Wetter oder als erfrischender Abschluss nach schweren Mahlzeiten. Es passt zu Reisenden, die kalte, säuerliche Gerichte mögen und schwere oder scharfe Speisen meiden möchten – aber immer die Brühe abklären.


5. Kimchi (김치)

Kimchi aus Chinakohl auf weißem Teller

Foto: 최광모, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Größe angepasst und in WebP konvertiert.

Kimchi ist das ikonische fermentierte Gemüse Koreas, meist aus Chinakohl hergestellt. Der Geschmack reicht von frisch-knackig bis tief sauer und intensiv, je nach Fermentationsdauer. Trotz der pflanzlichen Basis enthält traditionelles Kimchi meist Fischsauce oder gesalzenes Meeresgetier und ist daher für strenge Vegetarier oder Veganer ungeeignet. Einige Restaurants und Spezialgeschäfte bieten veganes Kimchi an, aber das sollte man gezielt erfragen. Kimchi wird bei den meisten Mahlzeiten als kostenlose Beilage (Banchan) serviert und ist ein hervorragender Einstieg in die koreanische Fermentationskultur. Es passt gut zu Reis und anderen Gerichten, kann aber scharf und salzig sein – daher lieber erst eine kleine Portion probieren. Kimchi eignet sich für abenteuerlustige Genießer, die authentische koreanische Aromen entdecken möchten und auf versteckte tierische Zutaten achten.


6. Doenjang jjigae (된장찌개)

Doenjang jjigae mit Tofu, Gemüse und fermentierter Sojabohnenbrühe

Foto: bryan… aus Taipeh, Taiwan, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0; Größe angepasst und in WebP konvertiert.

Doenjang jjigae ist ein kräftiger Eintopf aus fermentierter Sojabohnenpaste, Tofu und Gemüse wie Zucchini, Pilzen und Zwiebeln. Sein Geschmack ist erdig, salzig und tief würzig – ein klassisches koreanisches Hausmannskost-Gericht. Obwohl die Paste pflanzlich ist, wird die Brühe oft mit Anchovis- oder Fleischfond zubereitet, daher sollten Vegetarier vor der Bestellung die Brühe abklären. Der Eintopf wird meist heiß serviert, zusammen mit Reis und Banchan, und traditionell mit Reis gegessen, um die Intensität auszugleichen. Doenjang jjigae ist ideal für Reisende, die ein herzhaftes, proteinreiches Gericht mit komplexem Geschmack suchen und authentische koreanische Eintöpfe probieren möchten.


7. Tteokbokki (떡볶이)

Tteokbokki-Reiskuchen in roter Gochujang-Sauce

Foto: Fumikas Sagisavas, Wikimedia Commons, CC0; Größe angepasst und in WebP konvertiert.

Tteokbokki ist ein beliebtes Streetfood aus zähen, zylindrischen Reiskuchen, die in einer glänzenden, scharf-süßen roten Chilipaste namens Gochujang köcheln. Häufig sind Fischkuchen, gekochte Eier und Kohl darin enthalten. Für Vegetarier ist der Fischkuchen eine häufige Stolperfalle, daher unbedingt nach einer Variante ohne fragen oder Zutaten bestätigen. Die Sauce kann scharf sein; wer milde Speisen bevorzugt, sollte eine weniger scharfe Version bestellen oder erst eine kleine Portion probieren. Tteokbokki ist ein spaßiger, ungezwungener Snack, der sich besonders auf Märkten oder Straßenständen genießen lässt und passt zu Reisenden, die koreanisches Streetfood mit zäher Textur und kräftigem Geschmack ausprobieren möchten.


8. Bindaetteok (빈대떡)

Goldbraune Bindaetteok Mungbohnen-Pfannkuchen mit Makgeolli

Foto: by ayustety, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0; Größe angepasst und in WebP konvertiert.

Bindaetteok ist ein dicker, herzhafter Pfannkuchen aus gemahlenen Mungbohnen, gemischt mit Gemüse wie Sojasprossen und manchmal Kimchi oder Schweinefleisch. Er wird außen knusprig und innen dicht gebraten. Das Gericht wird oft geteilt und in Sojasauce mit gehackten Zwiebeln getunkt. Für Vegetarier ist es wichtig zu fragen, ob Schweinefleisch oder Kimchi mit Fischsauce enthalten ist. Bindaetteok ist sättigend und eignet sich gut als Snack oder Vorspeise. Traditionell wird er mit Makgeolli, einem koreanischen Reiswein, kombiniert, aber auch ohne Alkoholgenuss schmeckt er hervorragend. Dieses Gericht passt zu Reisenden, die knusprige Texturen mögen und koreanische Marktküche erleben wollen.


9. Hotteok (호떡)

Runde Hotteok-Pfannkuchen auf einem Markt-Grill

Foto: maya jasmin, Wikimedia Commons, CC BY 2.0; Größe angepasst und in WebP konvertiert.

Hotteok ist ein süßer Hefepfannkuchen, gefüllt mit einer schmelzenden Mischung aus braunem Zucker, Zimt und Samen oder Nüssen. Er wird auf einer Grillplatte gebacken, bis die Außenseite knusprig ist und das Innere zu Sirup schmilzt. Dieser beliebte Straßenimbiss ist besonders an kalten Tagen wohltuend. Wer Allergien gegen Nüsse oder Samen hat, sollte vorsichtig sein, da die Füllungen variieren. Manche Hotteok-Teige enthalten Milch, daher sollten Veganer vor der Bestellung nachfragen. Hotteok lässt sich gut unterwegs essen und wird meist in einem Papierbecher serviert, um Tropfen aufzufangen. Dieser Snack ist ideal für Reisende, die eine warme, süße Leckerei mit zäher Textur und einem Hauch Zimt-Schärfe suchen.


10. Mandu (만두)

Ein Tablett mit gedämpften koreanischen Mandu-Teigtaschen

Foto: 국립국어원, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 kr; Größe angepasst und in WebP konvertiert.

Mandu sind koreanische Teigtaschen, die gedämpft, gebraten oder in Suppe serviert werden. Die Füllungen variieren stark und reichen von Schweinefleisch über Kimchi bis zu Gemüse und Tofu. Gemüse-Mandu wirken oft vegetarisch, enthalten aber häufig Ei oder Fleischbrühe im Teig oder der Füllung – daher unbedingt genau nachfragen, wenn vegetarische oder vegane Optionen gewünscht sind. Die Teighülle besteht meist aus Weizen, was für Menschen mit Glutenunverträglichkeit wichtig ist. Mandu werden typischerweise mit einer Soja-Essig-Dip-Sauce serviert, die man nach Geschmack dosieren kann. Dieses Gericht eignet sich für Reisende, die Teigtaschen mögen und koreanische Varianten als Vorspeise oder leichte Mahlzeit probieren möchten.


Wie man vegetarisches Essen in Korea bestellt, bezahlt und sich zurechtfindet

  • Nutzen Sie die Ruf-Taste am Tisch, um das Personal zu rufen, oder sagen Sie „jeogiyo“ (저기요), falls keine Taste vorhanden ist.
  • Geben Sie Ihre Ernährungsbedürfnisse klar an. Sätze wie „Ich esse kein Fleisch“ (고기 안 먹어요), „Keine Fischsauce“ (액젓 빼 주세요) oder „Vegetarier?“ (채식주의자예요) sind hilfreich.
  • Fragen Sie nach Brühen und Saucen. Viele Gemüsegerichte werden mit Fleisch- oder Fischbrühe zubereitet.
  • Teilen Sie Gerichte. Koreanische Mahlzeiten sind oft gemeinschaftlich, daher ist es üblich, mehrere Gerichte zum Teilen zu bestellen.
  • Bezahlen Sie an der Theke in einfachen Lokalen; Karten werden meist akzeptiert, aber Bargeld ist auf Märkten ratsam.
  • Trinkgeld ist in Korea nicht üblich.

Bestell-Tipp: Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie nach „yachae“ (야채), was „Gemüse“ bedeutet, um vegetarische Varianten zu erbitten – aber immer versteckte Zutaten bestätigen.


Was man meiden oder mit Vorsicht genießen sollte

Manche koreanische Gerichte sind für Vegetarier täuschend. Vermeiden oder hinterfragen Sie Gerichte wie Kimchi Jjigae (oft mit Schweinebrühe), Fischkuchen (Eomuk) und viele Straßenimbisse, die Meeresfrüchte oder Fleisch in Saucen enthalten. Auch bei Saucen und Brühen ist Vorsicht geboten, da sie häufig Anchovis- oder Fleischextrakte enthalten. Wer empfindlich auf Schärfe reagiert, sollte bedenken, dass „nicht rot“ nicht gleich „nicht scharf“ bedeutet – Senf oder fermentierte Chilis können trotzdem Schärfe bringen. Vermeiden Sie außerdem angesagte „virale“ Snacks, die mehr auf Show als auf authentischen Geschmack setzen; klassische Gerichte bieten meist ein echteres koreanisches Erlebnis.



Hero-Foto: Foto: Richy!, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0; Größe angepasst und in WebP konvertiert. Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Korean_temple_cuisine-Sanchon-01.jpg

Everything Angaben wurden von den Korea Tripbook-Redakteuren zuletzt im August 2026 vor Ort (und am Tisch) geprüft.